Ein Parkraumkonzept für Gemmrigheim

Parken in Gemmrigheim – so lange man sich erinnern kann ist das ein Thema in der Bürgerschaft und im Gemeinderat. Und es vergeht auch heute kaum eine Woche, in der nicht ein Hinweis oder eine Beschwerde aus der Bürgerschaft auf dem Rathaus eintrifft. Dabei geht es um den Falschparker, individuelle Behinderungen oder auch um nicht geleerte Mülleimer, weil die Müllabfuhr bei der Durchfahrt durch die Straße behindert war. Ganz wesentlich und oft artikuliert ist die Sorge, dass dem Rettungsdienst oder der Feuerwehr im Fall des Falles der Weg zum Einsatzort versperrt bliebe.

Für den Gemeinderat war 2020 die Zeit reif sich der Sache etwas grundsätzlicher anzunehmen. So wurde im Juni 2020 der Beschluss gefasst, für das gesamte Ortsgebiet mit professioneller Hilfe ein Parkraumkonzept zu entwickeln, das uns hoffentlich in die Lage versetzt, die Parkprobleme, wenn nicht gänzlich zu lösen, so doch wo immer möglich zu entschärfen und für die Zukunft Optimierungspotential aufzuzeigen.

Die wichtigsten Ergebnisse

Fazit der Auswertungen durch das Ingenieurbüro war, dass Gemmrigheim zahlenmäßig kein Parkplatzproblem hat. Somit muss zahlenmäßig kein zusätzlicher Parkplatz errichtet werden, was auch bedeutet, dass kein Einsatz öffentlicher Gelder für privat genutzten Parkraum nötig ist. Es gibt noch genügend Flächen, die bislang nicht als öffentlicher Parkraum ausgewiesen und genutzt werden, so das Resümee der Fachleute.

Wichtig ist, dass nunmehr die Nutzung von Flächen auf Privatgrundstücken ausgebaut wird. Das Ziel muss sein, dass eigene Fahrzeuge auf eigener Fläche abgestellt und neue Parkflächen auf Privatgelände geschaffen werden. Dort, wo Garagen und Carports schon bestehen, ist es wichtig, diese auch zweckbestimmt zu nutzen. Garagen und Carports sind kein Lagerplatz und müssen zum Unterstellen von Fahrzeugen genutzt werden. Dafür sind sie baurechtlich auch genehmigt worden. Dies bringt Freiräume bei den bestehenden Parkflächen auf öffentlichem Grund. Ohne gegenseitige Rücksichtnahme und mehr Toleranz wird es allerdings keine zufriedenstellende Lösung geben können. 

Auch bleiben Problembereiche, insbesondere durch zu geringe Restfahrbahnbreiten von unter 3,05 m wie z.B. in der Wilhelmstraße oder Waldstraße. Hier muss noch über Maßnahmen entschieden werden.

10 Maßnahmen wurden festgelegt

Es wurden nunmehr 10 Maßnahmen erarbeitet und beschlossen. Sie sollen als Pilotprojekte gesehen werden für andere Bereiche mit ähnlichen Problemstellungen in Gemmrigheim. Unter der Prämisse „Ordnung und Sortierung der vorhandenen Parkflächen mittels Parkraumbewirtschaftung“ soll so ein besseres Miteinander bei den Anwohnern geschaffen werden. Zudem wird damit der vorhandene Platz am effektivsten und besten genutzt.  Zudem sollen Aktionen die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Parkraumkonzept begleiten.

Hier gelangen Sie zu den ausführlichen Darstellungen der Maßnahmen.

Bürgerbeteiligung für das Parkraumkonzept!

Eine wichtige Aufgabe für die Erstellung und Akzeptanz eines Parkraumkonzepts sollte die Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung Anfang Februar übernehmen. Hier wollten wir mit Ihnen in Dialog treten und Ihnen die Möglichkeit für Fragen geben. Leider machten es die Einschränkungen rund um die Corona-Pandemie schlichtweg unmöglich, eine solche Veranstaltung sinnvoll durchzuführen. Die direkte Bürgerbeteiligung ist aber ein wesentlicher Bestandteil des Parkraumkonzepts. Wir zählen deshalb auf einen regen Zuspruch aus der Bevölkerung, und für solche Besucherzahlen war es in der Pandemielage nicht möglich, ein belastbares Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen.

Wir hatten uns daher dazu entschieden, keine eigene Veranstaltung zum Parkraukonzept anzusetzen. In der Einwohnerversammlung am 06.07.2022 wurde umfassend auf das Parkraumkonzept eingegangen und die 10 Maßnahmen im Detail vorgestellt. Stand heute ist keine eigene Veranstaltung zum Parkraukonzept geplant.

Vorwort des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Parken in Gemmrigheim – so lang ich mich erinnern kann ist das ein Thema in der Bürgerschaft und im Gemeinderat. Und es vergeht auch heute kaum eine Woche, in der nicht ein Hinweis oder eine Beschwerde aus der Bürgerschaft auf dem Rathaus eintrifft. Dabei geht es um den Falschparker, individuelle Behinderungen oder auch um nicht geleerte Mülleimer, weil die Müllabfuhr bei der Durchfahrt durch die Straße behindert war. Ganz wesentlich und oft artikuliert ist die Sorge, dass dem Rettungsdienst oder der Feuerwehr im Fall des Falles der Weg zum Einsatzort versperrt bliebe.

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