ILEK Neckarschleifen

Die Kommunen Lauffen a.N., Kirchheim a.N., Bönnigheim, Walheim, Gemmrigheim, Hessigheim, Mundelsheim, Ingersheim, Freiberg a.N. und Benningen a.N. haben im Zeitraum 2015 – 2017 für ihre Region an den „Neckarschleifen“ ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) erarbeitet. Der Projektraum umfasste im Wesentlichen den weinbaulich geprägten Talraum des Neckartals zwischen Marbach und Lauffen a.N. zwischen den Verdichtungsräumen Stuttgart und Heilbronn. Der landschaftsprägende Steillagenweinbau an den Hängen des Neckartals bildet ein zentrales Element der historisch gewachsenen Kulturlandschaft, der auch für die Identität der Region von höchster Bedeutung ist. Allerdings steckt der terrassierte Steillagenweinbau am Neckar – wie vielerorts in Mitteleuropa – in einer Rentabilitätskrise. Das ILEK Neckarschleifen hatte sich zum Ziel gesetzt, Perspektiven für die Erhaltung und Nutzung der historischen Weinbauterrassen aufzuzeigen und wegweisende Projekte anzustoßen. Nach dem Projektzeitraum haben sich die teilnehmenden Gemeinden zu einem Regionalmanagement zusammengeschlossen, welches vor allem zum Ziel hat, die interkommunalen Projekte weiter zu betreiben und umzusetzen.

Abschluss des ILEK "Neckarschleifen"

„In den vergangenen zwei Jahren haben die zehn beteiligten Kommunen im ILEK ‚Neckarschleifen‘ ein einwandfreies Konzept zur Weiterentwicklung der Weinbausteillagen auf die Beine gestellt. Im Rahmen eines Regionalmanagements sollen nun möglichst viele dieser guten Ideen in die Realität umgesetzt werden“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am 2. November 2017 in Lauffen am Neckar (Landkreis Heilbronn) anlässlich der Abschlussveranstaltung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes ILEK ‚Neckarschleifen‘. Ein im Rahmen der Konzeptphase beantragtes Regionalmanagement werde durch das Land finanziell gefördert.

„Der Steillagenweinbau ist ein Markenzeichen für Baden-Württemberg. Vor allem die Terrassen- und Handarbeitslagen haben einen hohen kulturellen und ökologischen Wert. Sie dienen auch dem Tourismus und der Gastronomie“, erklärte die Staatssekretärin. Projekte wie das ILEK ‚Neckarschleifen‘ würden dazu beitragen, dieses einmalige Kulturgut zu erhalten.

Abschlussbericht zum ILEK „Neckarschleifen"

Den Abschlussbericht zum ILEK „Neckarschleifen" können Sie hier (12,92 MiB) herunterladen.