Ladeinfrastruktur und E-Mobilität in Gemmrigheim

Die Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Mobilität. Um diesen Wandel zu unterstützen, bietet die Gemeinde Gemmrigheim bereits seit einiger Zeit erste öffentliche Lademöglichkeiten im Ortsgebiet an. Damit möchten wir den Einstieg in die E-Mobilität erleichtern und die grundlegende Infrastruktur für unsere Bürgerinnen und Bürger bereitstellen. Mit dem neuen E-Carsharing und einer weiteren Ladesäule kommt nun ein weiterer wichtiger Meilenstein in diese nachhaltige Entwicklung hinzu.
Ladeinfrastrukturkonzept des Landkreises
Besonderes Augenmerk des Konzepts liegt auf der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur. Während in der Anfangsphase vor allem Eigenheimbesitzer mit privater Wallbox auf Elektromobilität umgestiegen sind, sind nun zunehmend Bürgerinnen und Bürger ohne eigenen Stellplatz auf Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum angewiesen.
Konkrete Unterstützung für die Kommunen
Da die Städte und Gemeinden über die Flächenhoheit verfügen, spielen sie eine Schlüsselrolle beim Aufbau dieser Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig stehen insbesondere kleinere Kommunen vor personellen und fachlichen Kapazitätsherausforderungen, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur eigenständig und strategisch voranzutreiben. Daher will der Landkreis sie bestmöglich unterstützen, unter anderem mit folgenden Maßnahmen:
- Fachliche Begleitung: Die Kreisverwaltung unterstützt die Kommunen bei der Standortwahl, bei rechtlich komplexen Ausschreibungen und Vergabeverfahren sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit.
- Vernetzung: Die Kreisverwaltung fördert den Austausch von Erfahrungswerten und die Bündelung von Ressourcen, um auch kommunenübergreifende Lösungen zu finden.
- Zielgruppe private Akteure: Unternehmen, Wohneigentumsgemeinschaften und Mieter werden durch gezielte Fachhinweise sowie Online-Informationsveranstaltungen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur unterstützt.
Das Ladeinfrastrukturkonzept des Landkreises (PDF, 33,2 MB) versteht sich als niedrigschwelliges Orientierungsinstrument. Die Kreisverwaltung schafft damit die fachliche Grundlage, so dass Kommunen den Ausbau der Ladeinfrastruktur strategisch und organisiert angehen können.
Steckbrief für Gemmrigheim
Um den Städten und Gemeinden des Landkreises eine gezielte und bedarfsgerechte Unterstützung anzubieten, wurden für jene Kommunen individuelle Steckbriefe erstellt, die im Rahmen der Online-Umfrage im April ein entsprechendes Interesse bekundet haben. Gemmrigheim ist ein Teil davon, der Steckbrief (PDF, 434,4 KB) für die Gemeinde Gemmrigheim liegt nun vor.
Die Steckbriefe enthalten eine Bestands- und Bedarfsanalyse der jeweiligen Kommune. Neben der Entwicklung des E-Pkw-Bestands wird auch die Entwicklung der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur dargestellt. Die Prognose künftiger Bedarfe basiert auf dem StandortTOOL der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur. Betrachtet werden die Zieljahre 2026 - 2030 sowie 2035. Ergänzend werden Auszüge aus der interaktiven Karte des StandortTOOLs dargestellt, in denen die prognostizierte künftig zu installierende Ladeleistung rasterbasiert in Gitterzellen mit einer Kantenlänge von 500 × 500 Metern visualisiert wird. Die ausgewiesenen Bedarfe zeigen unter Berücksichtigung der bestehende Ladeinfrastruktur die künftig zusätzlich erforderliche öffentlich zugängliche Ladeleistung innerhalb der jeweiligen Kommune auf.
E-Carsharing in Gemmrigheim
Die Gemeinde Gemmrigheim freut sich, mit den Ladestationen und dem e-carsharing der Firma deer das nachhaltige Mobilitätsangebot der Gemeinde weiter auszubauen.
Mit einem umfassenden Service steht das Team der deer GmbH den KundInnen bei jeder Frage telefonisch (07051 1300-120) sowie per Mail (carsharing@deer-mobility.de) zur Verfügung.
Nun können alle in der deer App registrierten BürgerInnen mit einer Ladesäule in Gemmrigheim die mobile Freiheit des deer e-carsharings genießen und so flexibel und nachhaltig von A nach B fahren. Das neue deer-Fahrzeug an der Ladestation in der Papierfabrikstr. 1 in Gemmrigheim können KundInnen bequem per App für den von Ihnen gewünschten Zeitraum reservieren und buchen.
Die Registrierung erfolgt über die „deer sharing“ App (https://www.deer-mobility.de/jetzt-registrieren/). Nach Verifizierung des Führerscheins wird die Nutzung freigeschaltet. Die Bedienung der Fahrzeuge läuft anschließend über die App.
Jede Fahrt mit einem der 1002 deer e-Fahrzeuge im 30-Minuten-, Stunden-, oder Tages-Tarif kann innerhalb des deer-Mobilitätsnetzes in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen an jeder der 1313 Ladepunkte an 487 Standorten beginnen und enden. Dank des stationsflexiblen Modells sind auch Einwegfahrten ohne Probleme möglich und das eigene Auto kann zuhause bleiben, Kosten werden gespart und die Umwelt geschont. Die sichere Reichweite des Autos für die nachkommenden KundInnen, ebenso wie ein sicherer Parkplatz an der Ladesäule ohne Zusatzkosten ist gewährleistet. Zudem verfügt das deer Mobilitätsnetz über Stationen an den Flughäfen Frankfurt, Karlsruhe/Baden-Baden und Stuttgart. KundInnen können mit dem #deerFlughafen ihre Fahrt vom oder zum Flughafen bestreiten.
Weitere Infos zu den neuen Tarifen gibt es unter: https://www.deer-mobility.de/tarife/
Klimamobilitätsplan für den Landkreis Ludwigsburg
Einzelne Maßnahmen reichen nicht aus, um die Klimaschutzziele im Verkehr zu erreichen – es braucht einen integrierten Ansatz bei der Verkehrsplanung. Im Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg (KlimaG BW) wurde dafür unter §28 das Instrument der Klimamobilitätspläne verankert.
Im Klimamobilitätsplan werden auf kommunaler Ebene Vorhaben im Mobilitätssektor zur dauerhaften, erheblichen Reduktion der Treibhausgasemissionen festgelegt. Unter Berücksichtigung der Mobilitätsbedürfnisse von Bevölkerung und Wirtschaft werden die Maßnahmen von den am Projekt beteiligten Kommunen umgesetzt.
Die Gemeinde Gemmrigheim ist Teil dieser Offensive und hat sich mit verschiedenen Maßnahmen ins Projekt eingebracht.
Der Klimamobilitätsplan für den Landkreis Ludwigsburg wurde am 18.7.2025 im Kreistag beschlossen. Die Inhalte werden im Lauf der zweiten Jahreshälfte in einer Kurzversion auf dieser Seite veröffentlicht. Auf der Seite des Bürgerinformationssystems des Landkreises können Sie die öffentliche Vorlage, den umfassenden Endbericht und die Maßnahmensteckbriefe einsehen und herunterladen. Klicken Sie dafür hier.
